Typische Ursachen
- Mechanischer Druck oder Reizung des Nervs im Ellenbogenbereich (z. B. durch Abstützen)
- Beugung des Ellenbogens über längere Zeit (z. B. nachts oder beim Telefonieren)
- Engpass durch Weichteilgewebe oder Knochenausziehungen
- Folge von Verletzungen oder chronischer Überlastung
Typische Symptome
- Kribbeln und Taubheit im kleinen Finger und Ringfinger
- Schwäche beim Greifen oder Halten von Gegenständen
- Schmerzen im Ellenbogen, vor allem bei Belastung oder Druck
- Muskelschwund in fortgeschrittenen Fällen (Hypothenar)
Vorteile
Ein unbehandeltes Ulnarisrinnensyndrom kann zu dauerhaften Nervenschäden führen. Die moderne Behandlung bietet Ihnen:
- Frühzeitige Linderung von Taubheitsgefühlen und Schmerzen
- Erhalt der Handkraft und Feinmotorik
- Minimalinvasive Entlastungsoperation möglich
- Schnelle Rückkehr zu Alltagsaktivitäten
Ablauf
1. Klinische Untersuchung & neurologische Tests
Prüfung von Gefühl, Kraft und Beweglichkeit – ergänzt durch Nervenleitgeschwindigkeit (EMG/ENG) durch den Neurologen.
2. Konservative Therapie (bei leichtem Verlauf)
- Physikalische Therapie zur Entlastung
- Vermeidung von Druck/Überstreckung (z. B. nachts)
- Polsterung, Schienen, entzündungshemmende Maßnahmen
3. Operative Therapie (bei ausgeprägten Beschwerden oder Nervenschädigung)
- ambulant und in kurzer Vollnarkose, mikrochirurgisch
- Neurolyse und Nervendekompression
4. Nachsorge & Rehabilitation
Schonung, Narbenpflege, ggf. Ergotherapie – für eine vollständige Erholung der Nervenfunktion.
Wann ist eine Behandlung sinnvoll?
Eine ärztliche Abklärung ist wichtig, wenn:
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle regelmäßig auftreten
- die Beschwerden nachts oder bei Belastung zunehmen
- Greifkraft oder Feinmotorik nachlassen
- konservative Maßnahmen keinen Erfolg zeigen
Eine frühzeitige Entlastung des Nervs erhöht die Chance auf vollständige Erholung deutlich.
