Typische Ursachen
- Chronische Überlastung der Hand
- Entzündliche Prozesse (z. B. Rheuma, Diabetes)
- Mechanische Einengung durch Verdickung der Sehne oder Sehnenscheide
- Wiederholte, kraftintensive Tätigkeiten mit den Händen
Typische Symptome
- Schnappen oder Blockieren eines Fingers beim Strecken oder Beugen
- Schmerzen in der Handinnenfläche oder an der Fingerbasis
- Druckschmerz über dem betroffenen Sehnenring (A1-Pulley)
- Steifigkeit nach Ruhephasen, insbesondere morgens
- Manuelle Hilfe nötig, um den Finger zu strecken oder zu beugen
Vorteile
Die gute Nachricht: Der Schnappfinger lässt sich sehr effektiv behandeln – ambulant und mit schneller Besserung. Vorteile:
- Frühzeitig konservativ therapierbar
- Kurzer, ambulanter Eingriff bei Bedarf
- Schnelle Wiederherstellung der Fingerbeweglichkeit
- Geringe Ausfallzeit im Alltag oder Beruf
- Nach der OP: dauerhaft beschwerdefrei in den meisten Fällen
Ablauf
1. Diagnose durch klinische Untersuchung
Der Schnappfinger wird meist durch Anamnese und Tasten der Sehnenregion sicher erkannt.
2. Konservative Behandlung (in frühen Stadien):
- Ruhigstellung durch Schiene
- Entzündungshemmende Medikamente
- Kortisoninjektionen zur Abschwellung
3. Operative Behandlung (bei anhaltenden oder schweren Beschwerden):
- Dauer des Eingriffs: ca. 10–15 Minuten
- Schneller ambulanter Eingriff in örtlicher Betäubung
- Durchtrennung des verengten Ringbands zur Entlastung der Sehne
4. Nachsorge:
- Fadenzug nach ca. 7-10 Tagen
- Frühfunktionelle Behandlung: Bewegung und Benutzung der Hand direkt nach dem Eingriff möglich
- Kurze Heilungszeit, in der Regel keine spezifische Therapie notwendig
Wann ist eine Behandlung sinnvoll?
Eine Therapie ist angezeigt, wenn:
- der Finger regelmäßig „schnappt“ oder blockiert
- Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen bestehen
- konservative Maßnahmen nicht helfen
- Alltagsfunktionen (z. B. Greifen, Schreiben) beeinträchtigt sind
Ein frühzeitiger Eingriff kann bleibende Sehnenschäden vermeiden und die Handfunktion vollständig wiederherstellen.
