Typische Ursachen
- Wiederholte Belastungen durch Arbeiten am Computer, Montage oder Handwerk
- Hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft, Schilddrüsenerkrankungen)
- Rheuma oder Diabetes mellitus
- Gewebeschwellungen, Sehnenscheidenentzündungen
- Enger Karpaltunnel durch Veranlagung oder nach Verletzungen
Typische Symptome
- Kribbeln oder Taubheit in Daumen, Zeige- und Mittelfinger
- Einschlafen der Hand – v. a. nachts , beim Fahrradfahren oder beim Telefonieren
- Schmerzen im Handgelenk mit Ausstrahlung in die Finger oder den Arm
- Schwäche beim Greifen (z. B. Tasse halten, Knöpfe schließen)
- Muskelschwund am Daumenballen bei fortgeschrittenem Verlauf
Vorteile
Mit frühzeitiger Behandlung lassen sich Beschwerden meist vollständig beheben. Die Vorteile:
- Schonende, schmerzarme Diagnostik und Therapie
- Erhalt von Nervenfunktion und Feinmotorik
- Konservative Methoden oft ausreichend bei leichtem Verlauf
- Minimalinvasive Operation mit schneller Genesung möglich
- Ambulant und unter örtlicher Betäubung durchführbar
Ablauf
1. Diagnose durch klinische Untersuchung & Nervenmessung (NLG/ENG)
Wir testen Kraft, Gefühl und der Neurologe führt eine elektrische Leitfähigkeitsmessung des Nerven zur Objektivierung der Beschwerden durch.
2. Konservative Behandlung (bei leichtem bis mittlerem Befund):
- Handgelenkschienen (v. a. nachts)
- Entzündungshemmende Medikamente
3. Operativer Eingriff (bei fortgeschrittener Einengung):
- Karpaldachspaltung zur Druckentlastung des Nervs
- Minimalinvasiv, ambulant, kurze Erholungszeit
4. Nachsorge:
- Schonung, Wundkontrolle, ggf. Ergotherapie
- Rückkehr zur normalen Handfunktion meist nach 4-6 Wochen
Wann ist eine Behandlung sinnvoll?
Ein ärztlicher Eingriff ist ratsam, wenn:
- nächtliches Kribbeln oder Taubheit regelmäßig auftreten
- Feinmotorik oder Kraft spürbar nachlassen
- konservative Maßnahmen keinen dauerhaften Erfolg bringen
- der Befund im Nervenleitungstest auffällig ist
Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen auf vollständige Erholung.
