Typische Ursachen
Der Tennisellenbogen entwickelt sich meist schleichend – oft durch:
- Wiederholte, einseitige Bewegungen (z. B. bei Computerarbeit, handwerklicher Tätigkeit, Gartenarbeit)
- Fehl- oder Überbelastung der Unterarmmuskulatur
- Sportarten mit intensiver Hand- und Armnutzung
Typische Symptome
- Druckschmerz an der Außenseite des Ellenbogens
- Schmerzen beim Greifen, Heben oder Strecken der Hand
- Kraftverlust im Unterarm
- Ausstrahlung der Schmerzen in Unterarm oder Hand
Vorteile
Mit einer gezielten Therapie kann der Tennisellenbogen meist ohne Operation erfolgreich behandelt werden. Vorteile:
- Konservative Therapie mit hoher Erfolgsrate
- Nicht-operativ durch Injektionen, Orthesenversorgung und Physiotherapie
- Erhalt der Gelenkfunktion und Alltagstauglichkeit
- Minimalinvasive Operation nur bei Bedarf
- Schnelle Schmerzlinderung und Rückkehr zur Belastbarkeit
Ablauf
1. Exakte Untersuchung
Diagnose durch klinische Tests und gezielte Belastungsprüfung – meist ohne bildgebende Verfahren ausreichend.
2. Therapieentscheidung
Je nach Schweregrad und Verlauf: konservativ oder operativ.
3. Konservative Maßnahmen
- Schonung und Entlastung
- Dehnübungen, Physiotherapie
- Orthesenversorgung
- Kühlen, entzündungshemmende Medikamente
- Injektionen (z. B. Kortison)
- Stoßwellentherapie – durch den Praxis-Nachbarn Dr. Müller durchführbar
4. Operativer Eingriff (nur bei chronischen Fällen)
Entfernung des entzündlich veränderten Gewebes – minimalinvasiv möglich.
5. Nachsorge & Wiederaufbau
Kontrollierte Belastungssteigerung, ggf. Physiotherapie zur Rückkehr in Alltag und Beruf.
Wann ist eine Behandlung sinnvoll?
Eine ärztliche Abklärung und Therapie ist sinnvoll, wenn:
- Schmerzen länger als 4–6 Wochen bestehen
- Alltägliche Bewegungen eingeschränkt sind (z. B. Heben, Greifen)
- konservative Maßnahmen keine Wirkung zeigen
- berufliche oder sportliche Belastung nicht mehr möglich ist
Eine frühzeitige Behandlung kann chronische Verläufe verhindern und die Heilungsdauer erheblich verkürzen.
