Handchirurgie

Definition

Die Handchirurgie umfasst die Diagnostik und operative Behandlung von Erkrankungen, Fehlstellungen und Verletzungen an Hand, Fingern und Handgelenk. Die Hand ist ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Knochen, Sehnen, Nerven und Gelenken – kleinste Veränderungen können Schmerz, Kraftverlust oder Bewegungseinschränkungen verursachen. Die moderne Handchirurgie setzt auf präzise, oft minimalinvasive Eingriffe mit dem Ziel, Funktion, Gefühl und Beweglichkeit zu erhalten oder wiederherzustellen.

Typische Ursachen

Häufig behandelte Beschwerden und Erkrankungen in der Handchirurgie:

  • Karpaltunnelsyndrom – Nervenengpass mit Taubheit und Schwächegefühl
  • Schnellender Finger (Tendovaginitis stenosans) – Sehnenscheidenverengung mit „Schnapp-Phänomen“
  • Dupuytren-Kontraktur – Bindegewebswucherung mit Fingerverkrümmung
  • Arthrose an Fingergelenken oder im Daumensattelgelenk
  • Ganglion (Überbein) – (gutartige) Zysten an Gelenken oder Sehnenscheiden
  • Sehnen- oder Nervenverletzungen
  • Frakturen und Luxationen der Handknochen

Vorteile

Dank spezialisierter Techniken und Mikrochirurgie profitieren Sie von:

  • Präzisen Eingriffen
  • Schonenden ambulanten Operationen
  • Schnellerer Wundheilung und Wiedererlangen/Erhalt der Funktion
  • Minimalinvasiver Technik für reduzierte Narbenbildung
  • Effektiver Schmerzreduktion und besserer Lebensqualität

Ablauf

1. Gründliche Untersuchung & Beratung
Wir klären Ihre Beschwerden, untersuchen die Beweglichkeit Ihrer Hand und Finger, Sensibilität und führen ggf. spezifische Tests oder bildgebende Diagnostik durch.

2. Individuelle Therapieentscheidung
Je nach Diagnose kommen konservative Maßnahmen (z. B. Schienen, Injektionen) oder eine Operation in Betracht.

3. Operativer Eingriff (falls notwendig)
In lokaler Betäubung oder Vollnarkose – ambulant.

4. Nachsorge & Rehabilitation
Wichtig für eine langfristigen Erfolg sind die frühfunktionelle (Eigen-)Übung und ggf. Ergotherapie

Wann ist eine Behandlung sinnvoll?

Ein Eingriff ist dann ratsam, wenn:

  • anhaltende Schmerzen, Taubheits/Kribbelmißempfindunegn und/oder Bewegungseinschränkungen bestehen
  • konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen
  • akute Verletzungen eine sofortige Versorgung erfordern
  • Nerven oder Sehnen dauerhaft beeinträchtigt sind
  • Alltagsfunktionen wie Greifen, Schreiben oder Halten eingeschränkt sind

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